Wie baut man ein Netzwerk auf? Teil 1

In der jüngeren Vergangenheit haben Beiträge rund um das Thema Aktien auf meinem Blog stark überhand genommen. Da wir durch Corona einen historischen Aktienmarkteinbruch hatten, war dies aus meiner Sicht auch nicht verwunderlich. Weil bei meinen Immobilien aktuell nicht viel passiert, habe ich überlegt, welches Thema ich hier alternativ besprechen könnte. Gelandet bin ich beim Thema “Netzwerk aufbauen”. Ich möchte eine mehrteilige Serie zu dem Thema starten. In jedem Beitrag werde ich einen Kontakt vorstellen und wie ich zu diesem gekommen bin.

Ein Netzwerk ist unglaublich wichtig. Es kann einem dabei helfen, Probleme wesentlich leichter oder schnell zu meistern, als wenn man alleine dasteht. Diese Reihe soll aus kurzen knackigen Erfahrungsberichten ohne langem Geschwafel bestehen. Hervorheben möchte ich dabei, was ich vielleicht anders mache als andere. Starten möchte ich heute mit dem Thema: Handwerker und Immobilien.

Ich bitte Euch diesmal schon am Anfang des Artikels, diesen zu bewerten. Egal ob positiv oder negativ, da es mir dabei hilft, herauszufinden, was Euch interessiert.

So – genug des Vorworts und viel Spaß beim Lesen!

Erster Kontakt mit meinem Handwerker

Gute Handwerker, welche auch noch im Notfall zeitnah verfügbar sind, sind heutzutage nur sehr schwer zu bekommen, oder? Grundsätzlich stimmt diese Aussage. Durch den Immobilienboom der letzten Jahre und dem damit verbundenen Anstieg an Bau- und Renovierungsmaßnahmen können sich Handwerker praktisch ihre Kunden aussuchen.

Mit dem Erwerb meiner ersten Eigentumswohnung 2016, benötigte ich auch direkt eine Sanitärsfirma. Einige Thermostate und Heizkörper mussten in der Wohnung gewechselt werden. Über meinen Fußballverein kenne ich jemanden, der genau in diesem Bereich einen Zwei-Mann-Betrieb hat.

Trotz dieses Kontakts musste ich einige Zeit warten, bis mein Problem gelöst wurde. Als es endlich soweit war, packte ich natürlich selber mit an und half, die schweren Heizkörper in den zweiten Stock zu schleppen. Als alles zu meiner Zufriedenheit abgeschlossen war, überwies ich direkt am nächsten Tag das Geld.

Der Folgeauftrag

Als ich fünf Monate später meine zweite Wohnung kaufte, mussten ähnliche Arbeiten erledigt werden. Ich rief wieder den selben Handwerker an. Dieser konnte sich natürlich an mich erinnern. Auch bei den zweiten Arbeiten half ich wieder mit und erfuhr diesmal beim normalen Smalltalk, dass er selber auf Wohnungssuche sei.

Auch hier zahlte ich direkt am nächsten Tag meine Rechnung.

Mein Jobwechsel

Im Juli 2017 kündigte ich meinen Job als Banker und fing bei einer anderen Firma an. Dadurch verließ ich meine Komfortzone und rutschte für 6 Monate in die Probezeit. Diese kostete mich für diesen Zeitraum meine Bonität und ich konnte keine neuen Wohnungen finanzieren.

Es kam wie es kommen musste: genau in dieser Zeit wurde mir ein weiteres wirklich gutes Objekt angeboten. Allerdings war ich zu diesem Zeitpunkt für meine Bank nicht finanzierbar.

Obwohl zwischen meinem letzten Treffen mit dem Handwerker und mir mehrere Monate lagen, rief ich ihn an und stellte Ihm die Wohnung am Telefon vor. Dieser bedankte sich sofort mehrfach und ließ sich von mir zu dem Verkäufer vermitteln – ich bekam dafür natürlich keine Vermittlerprovision.

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Mein Handwerker lebt noch heute in Wohnung und wir sind seitdem freundschaftlich verbunden. Auch hatte ich noch nie Probleme, Handwerker aus anderen Segmenten zu finden, da auch hier Empfehlung alles ist. Als einmal Malarbeiten gemacht werden mussten, bekam ich durch seine Hilfe wesentlich schneller einen Maler für meine Wohnung.

Fazit

Natürlich braucht es nicht so etwas großes wie eine Wohnungsvermittlung um ein Netzwerk aufzubauen. Aber die Fähigkeiten, gut zuzuhören und etwas daraus zu machen sind immer wichtig. Im schlimmsten Fall hätte meinem Handwerker die Wohnung nicht gefallen. Trotzdem bin ich mir sicher, dass ihm im Kopf geblieben wäre, dass ich an ihn gedacht habe.

Wesentlich wichtiger ist für mich aber der Punkt „Zahlungsmoral“. Wenn Ihr beginnt Wohnungen zu vermieten, werdet Ihr zu 99 % regelmäßig Handwerker brauchen. Diese solltet Ihr auch immer ohne Verzug bezahlen. Einen schlechten Ruf könnt Ihr Euch hier nicht leisten!

Des Weiteren solltet Ihr ruhig durchblicken lassen, dass Ihr mehrere Wohnungen besitzt oder mehrere Wohnungen kaufen wollt. Dadurch weiß auch jeder Handwerker, dass es bei Euch öfter Arbeit gibt. Wenn Ihr dann noch pünktlich zahlt, steht Ihr immer oben auf der Liste. Oder platt ausgedrückt: ein Dienstleister/Handwerker hat lieber einen Kunden mit 10 Wohnungen, bei dem das Geld immer pünktlich kommt, als 10 Kunden mit 10 Wohnungen, die er nicht gut genug kennt um dies beurteilen zu können.

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Der Blog für Strategien, wie man ein passives Einkommen mit Immobilien und Dividenden erreicht. Begleite ich von meinem Weg als ehemaliger Banker, hin zum IT-Projektleiter zum hoffentlich Finanziell freien Menschen mit Ende 30.
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