“Spare dich arm” um Reich zu werden mit dem Parkinsonsche Gesetz

“Spare dich arm” um Reich zu werden mit dem Parkinsonsche Gesetz

Was ist das Parkinsonsche Gesetz und warum “Spare dich arm” um Reich zu werden?

Kennst du es, egal wie viel Geld du verdienst, es reicht dir nicht? Dabei spielt es auch überhaupt keine Rolle, wie viel du verdienst und auch, dass du Jahr für Jahr eine Gehaltserhöhung bekommst. Am Ende des Geldes ist immer noch so viel Monat übrig – Das ist das Parkinsonsche Gesetz.

Doch was kannst du dagegen tun und was hat es mit dem “Spare dich arm” auf sich. Das erfährst du in diesem Beitrag

Was ist das Parkinsonsche Gesetz?

Das Parkinsonsche Gesetz wurde vom von dem britischen Historiker und Schriftsteller Cyril Northcote Parkinson im Jahr 1957 formuliert. In seinem Buch „Parkinsons Gesetz*“ lassen sich ziemlich genau drei Kernaussagen ableiten:

Gesetz 1: Die Arbeit schwillt an und gewinnt an Bedeutung und Schwierigkeit, je mehr Zeit zur Bewältigung dieser zur Verfügung steht.

Gesetz 2: Die Ausgaben steigen stets bis an die Grenzen des Einkommens.

Gesetz 3: Expansion bedeutet Komplexität und Komplexität bedeutet Verfall.

Eines der Parkinsonschen Gesetze sagt uns, das egal, wie viel die Menschen verdienen, sie immer dazu neigen, alles was sie verdienen wieder auszugeben und sogar bei manchen mehr als sie an Einnahmen haben. Sprich ihre Ausgaben steigen genauso schnell, wenn nicht sogar schneller als ihre Einnahmen.

Eigentlich sollte man doch meinen, dass wenn man im Laufe seines Lebens und seiner Karriere immer mehr Geld verdient deutlich mehr Geld zur Verfügung stehen sollte. Aber trotzdem scheinen die Menschen jeden Euro zu benötigen, um den Lebensstil beizubehalten. Egal wie viel sie verdienen, es reicht ihnen einfach nicht aus.

Welches der Parkinsons Gesetze hindert die meisten daran Reich zu werden?

Abgesehen davon, das Cyril Northcote Parkinson schon 1957 ziemlich genau geschrieben hat wie unser alltägliches Leben abläuft in Bezug auf Bürokratie, beschreibt er mit dem zweiten Gesetz, was uns daran hindert, Reich zu werden und was wir dafür tun sollten.

Um dagegen anzukämpfen, muss man es erst einmal kennen. Für den Vermögensaufbau ist es natürlich elementar, dass die Einnahmen die Ausgaben übersteigen und nicht umgekehrt. So einfach es klingen mag, so schwer ist die Umsetzung. Denn meist läuft es darauf hinaus, das die Ausgaben mit den Einnahmen wachsen oder sogar schlimmer, die Ausgaben schneller wachsen als die Einnahmen. Wenn es so weit gekommen ist, dann ist die Verschuldung schon vorprogrammiert und man befindet sich in einem Teufelskreis. Das schlimmste ist dann die Privatinsolvenz.

Auch, wenn die Verschuldung noch keine Rolle spielt und man noch höhere Einnahmen als Ausgaben hat, so fällt es den meisten trotzdem immer wieder schwer noch etwas Geld zum Monatsende zur Seite zu legen. Oft schaffen es die meisten gerade noch bis zum nächsten Gehalt. Am besten funktioniert es und so handhaben wir es für unsere Familie auch, du legst dir das Geld gleich zum Monatsanfang beiseite. Hierfür nutzen wir unser 6-Konten-Modell. Mit unserem 6-Konten-Modell senken wir künstlich unsere Einnahmen und müssen mit dem Geld haushalten, was auf unserem Hauptkonto verbleibt. Das funktioniert wirklich sehr gut.

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Wen du das Parkinsonsche Gesetz verstehst, wirst du verstehen wie du mit deinem Geld effektiver haushalten kannst.

Das Parkinsonsche Gesetz anhand eines Beispiels

Die meisten von uns haben eine Ausbildung oder ein Studium gemacht und haben sich riesig gefreut, als sie ihr erstes richtiges Gehalt nach der abgeschlossenen Lehre oder dem Studium erhalten haben. Doch genau die Zeit in der man seine Ausbildung oder sein Studium gemacht hat, war die Zeit, in der man mit wirklich sehr wenig Geld auskommen musste. Man lebte bei Mama und Papa oder in WGs mit wenig Komfort.

Doch dann, wenn man diese Zeit hinter sich gelassen hat, passt man seinen Lebensstil direkt an und nimmt sich seine eigene Wohnung und kauft sich ein Auto. Natürlich sind dies Dinge die berichtigt sind und auch notwendig. Doch meist wird nicht genau kalkuliert und eher der Wunsch erfüllt, als dass was man sich wirklich leisten kann. Denn häufig bleibt es eben nicht bei einer einmaligen Erhöhung des Lebensstiles. Auch folgende Gehaltserhöhungen werden für zusätzlichen Konsum genutzt.

Es folgt der Umzug in eine größere und schönere Wohnung, es wird ein Neuwagen gekauft oder geleast und auch die Ansprüche bei den Restaurantbesuchen steigen. Die Ausgaben steigen proportional zum Einkommen und es stellt sich ein gefährlicher Automatismusein, bei dem jeder zusätzliche Euro an Einkommen für zusätzlichen Konsum genutzt wird.

So hilft dir das Parkinsonsche Gesetz beim “Spare dich arm”

Du denkst dir jetzt, Spare dich arm? Wie soll das funktionieren und was genau soll das sein? Ich gebe zu, es klingt im ersten Moment sehr ungewöhnlich aber “Spare dich arm” hat es in sich. Versprochen.

Ich denke wir sind uns einig, dass die Versuchung größer ist Geld auszugeben, wenn unser Konto prall gefüllt ist, oder? Was aber wäre, wenn du das Gefühl hättest, du hast nicht viel Geld zur Verfügung?

Du würdest wahrscheinlich deutlich weniger Geld ausgeben, oder?

Spare dich arm, sagt in etwa soviel aus, das du dein Geld vor dir selbst verstecken solltest.

So gehst du vor und sparst dich arm

Zu aller erst solltest du dir klare Regeln für den alltäglichen Umgang mit Geld setzten, um diese einzuhalten und zu überwachen empfiehlt es sich ein Haushaltsbuch anzulegen und feste Haushaltsbudgets festzulegen.

Denn wenn du dir Haushaltsbudgets festlegst, in denen du bestimmst, wie viel du z.B. für Wohnen, Lebensmittel, Mobilität, Freizeit, etc. monatlich ausgeben möchtest, hast du eine klare Ausgabengrenze, mit der du dich disziplinieren kannst. So sollte auch jedes Budget ein kleines finanzielles Ziel für dich darstellen.

Hier in findest du mehr dazu, wie du dir Sparziele definieren kannst

Um für deine Ausgaben und Einnahmen einen besseren Überblick zu haben, solltest du dir ein Haushaltsbuch zulegen in dem du deine Ausgaben und Einnahmen genau gegenüberstellen kannst. Bei der monatlichen Kontrolle deiner Ausgaben wirst du schnell feststellen, ob du deine Budgets eingehalten hast oder ob du auf zu großem Fuß gelebt hast. Du wirst zudem sehr schnell lernen in Budgets zu denken“ und einschätzen können, welche Ausgaben du dir leisten kannst und welche nicht.

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Auch, wenn du es nicht immer schaffst deine Haushaltsbudgets nicht einzuhalten, ist das nicht schlimm. Allein die Tatsache, dass du bewusster auf deine Ausgaben achtest, wird dir eine völlig neue Denkweise zu tage bringen, die dich bewusster mit deinem Geld umgehen lassen wird.

Doch mit Budgets wirst du nicht Reich “Spare dich Arm”

Wen du in Zukunft mehr Geld haben möchtest als bisher oder gar danach strebst Reich zu werden, solltest du nicht nur deine Ausgaben Budgetieren. Sondern du solltest dir noch zusätzliche zweckbestimmte Rücklagen bilden und für dich als Ausgaben erfassen.

Als Beispiele für eine Rücklage sind: Notfallpuffer, der nächste Urlaub, Möbel für deine Wohnung, der Öltank deines Hauses, eine oder weitere Immobilie/n, jährlich zu zahlende Versicherungen, Inspektionen für dein Auto oder gar ein neues Auto. Im Prinzip für all die Dinge, die du in Zukunft benötigen wirst.

Der Gedanke dahinter ist, dass du dir das Parkinsonsche Gesetz zur Hilfe machst und dich arm sparst, um dir für deine Zukunft Rücklagen zu bilden, die du unter Umständen vielleicht auch gar nicht nutzen musst. Du rechnest dich quasi ärmer als du bist und erzeugst in dir das Gefühl weniger Geld zum Ausgeben zu haben. Du trickst dich also selber aus!

Indem du dir Rücklagen aufbaust, baust du dir einen Finanzpuffer auf, den du zukünftig für die unterschiedlichen Zwecke nutzen kannst. Ich sage bewusst “nutzen kannst”, weil diese Rücklagen Kann-Kosten sind. Ob du sie später für diesen Zweck nutzt, wofür du sie zurückgelegt hast, das obliegt dir. Das Geld hast du aber auf jeden Fall schon einmal gespart und nicht ausgegeben.

Damit du aber nicht in die Versuchung kommst, deine Rücklagen für andere Dinge auszugeben, solltest du dein Geld vor dir verstecken und dir ein Mehrkonten-Modell zulegen. Das Beste ist, du machst dir für jedes Sparziel ein extra Tagesgeldkonto auf und du kannst es bei den meisten Banken auch Namentlich umbenenne. Das geht am besten mit einem Konto bei der DKB.

Hier kannst du lesen, wie wir unser 6-Konten-Modell aufgebaut haben

Fazit zum Thema “Spare dich arm” um Reich zu werden

Um deine Ausgaben besser in den Griff zu bekommen, solltest du dir ein Haushaltsbuch zulegen, in dem du dir genaue Budgets setzt für deine täglichen Fix-Kosten. Zusätzlich solltest du dir aber genaue Sparziele festlegen, für die du dir dann Rücklagen bilden solltest. Durch das Bilden von Rücklagen planst du feste Kosten, die noch weit in der Zukunft stehen fest mit ein und bildest dir so einen Finanzpuffer der dich vor ungeplanten Ausgaben schützt. Du solltest dein Geld am besten auf ein Rücklagenkonto mit einem Mehrkontensystem vor dir selbst verstecken, damit du nicht in die Gelegenheit kommst es für andere Dinge auszugeben. Durch das Rücklagen bilden für viele verschiedene Sparziele wirst du dir auch Geld zur Seite legen, das du vielleicht später nicht benötigst, dieses Geld kannst du dann sinnvoll Anlegen und Investieren.

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Wenn du das Parkinsonsche Gesetz besser verstehst, wirst du in Bezug auf deine Finanzen bessere und klügere Entscheidungen treffen, deswegen kann ich dir nur empfehlen dieses sehr interessante Buch „Parkinsons Gesetz*“ zu lesen.