Indirekt in Kryptowährungen investieren

Wie du mit Aktienkäufen zum Krypto-Gewinner wirst

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Vielversprechende Aktien, die vom Krypto-Boom profitieren

Längst ist der Boom von Kryptowährungen und Blockchain-Technologie in den Massenmedien angekommen. Du fragst dich, wie auch du damit Rendite erzielen kannst?

 

Passend dazu hatten wir am 19. April im Finanztalk Alex Sachs zu Gast. Falls du es verpasst hast, kannst du dir den Austausch quer durch die Krypto-Welt hier nochmal anschauen. Unter anderem habe ich dort erwähnt, dass es für die unter euch, die ihr Geld (noch) nicht direkt in Bitcoin und Co investieren möchten, noch eine Alternative gibt. Und die werde ich dir hier nun genauer vorstellen.

Aktien-Indizes für Profiteure der Blockchain-Technologie

Ich kann es total gut nachvollziehen, wenn du von der Kurssteigerung bei Kryptowährungen im letzten Jahr begeistert bist und trotzdem Sorge hast, es könnte sich um eine Blase handeln, die bald zu platzen droht.

 

So überzeugt viele Experten von der Blockchain-Technologie dahinter sind, so groß sind die Zweifel, dass Kryptowährungen langfristig einen Wertspeicher wie Gold, einen Inflationsschutz oder zumindest eine reduzierte Abhängigkeit vom Aktienmarkt darstellen können. Diese Gewissheit kann es bei der kurzen Historie einfach noch nicht geben.

 

Und auch eine Abwehrreaktion etablierter Geldsysteme ist nicht auszuschließen. Zum Glück gibt es aber eine Möglichkeit, die Chancen aufzugreifen und gleichzeitig das Risiko einer totalen Fehlspekulation zu reduzieren: Du investierst nur indirekt. Anstelle der Kryptowährungen selbst kaufst du Aktien von Unternehmen, die voraussichtlich an Wert gewinnen, je mehr sich die dahinter liegende Blockchain-Technologie und/oder die digitale Währung selbst durchsetzt.

 

Um herauszufinden, welche Unternehmen das sind, musst du nicht einmal lange suchen – es gibt bereits ETFs mit genau dieser Strategie. In Deutschland handelbar ist bislang der Invesco Elwood Global Blockchain (ISIN IE00BGBN6P67, WKN A2PA3S), in den USA ist das Angebot schon größer. Der genannte Blockchain-ETF hat zwar keine vergleichbare Kursentwicklung hingelegt wie etwa der Bitcoin, aber eine Wertsteigerung von gut 130 % in einem Jahr kann sich dennoch sehen lassen.

 

 

19 Großunternehmen, die mit dem Krypto-Boom wachsen

Wenn du für dich noch mehr rausholen und gezielter dein Portfolio erweitern willst, ist der Kauf ausgewählter Einzelaktien vielleicht noch interessanter. Man könnte meinen, unser oben angesprochener Finanztalk hätte bis nach Amerika Wirkung gezeigt. Denn: Goldman Sachs hat kurz darauf eine Liste von Large Caps (> 1Mrd. USD Marktkapitalisierung) veröffentlicht, die sich genau für diesen Zweck anbieten. Alle gelisteten Unternehmen erfüllen dabei mit Blick auf die letzten 12 Monate drei Kriterien:

  • Das Unternehmen kommuniziert regelmäßig zum Thema Kryptowährung oder Blockchain bzw. wird häufig in diesem Zusammenhang erwähnt
  • Die Kursentwicklung der Aktie korreliert mit der des Bitcoin bzw. mit dem Bloomberg Galaxy Crypto Index
  • Es gibt bereits Blockchain-ETFs, die die Aktie enthalten

 

Die vollständige Übersicht zu den Unternehmen kann du dieser Grafik entnehmen:

 

freaky finance, Goldman Sachs, 19 große Aktien mit Krypto- und Blockchainbezug

Bei Zusammenstellung der Daten lag die Wertentwicklung der 19 Aktien mit 43 % Plus seit Jahresbeginn deutlich über dem amerikanischen Vergleichsindex mit 16 %. Entsprechend stolz ist allerdings auch die Bewertung der Titel – das durchschnittliche KGV von 61 ist knapp dreimal so hoch. Chance und Risiko liegen wie immer nah beieinander. Natürlich gibt es im Detail große Unterschiede. Deswegen habe ich mir die genannten Unternehmen für dich genauer angeschaut.

 

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Bekannte Player mit Blockchain-Bezug

Ganz oben auf der Liste steht die Marathon Digital Holdings, eine Art Minenbetreiber für Kryptowährungen. Das Unternehmen baut mit seiner Hardware Bitcoins ab und beabsichtigt, als Dienstleister die Blockchain-Transaktionen seiner Kunden über das Betreiben eigener Blockketten zu überprüfen und sicher zu machen. Hier ist der inhaltliche Bezug zur Technologie also zu 100 % gegeben und entsprechend stark ist die Kurssteigerung mit bereits über 200 % in 2021. So sah es zum Zeitpunkt der Goldman Sachs-Analyse aus. Im letzten Monat hat die Aktie jedoch über 30 % verloren, was die Kehrseite der engen Korrelation deutlich macht: Volatilität und Risiko sind hoch.

 

Mit ähnlichem Geschäftsmodell stehen Licht und Schatten der Riot Blockchain direkt dahinter. Den ebenfalls gut 30 % Kursverlust im letzten Monat stehen immer noch über 100 % Kursgewinn seit Jahresbeginn gegenüber – der Kaufzeitpunkt wirkt sich hier also zumindest kurzfristig massiv auf die Rendite aus. Wenn du mir schon länger folgst, dürfte dir der Name bekannt vorkommen – in meinem Battle-Depot habe ich bereits mehrfach Optionen auf die Aktie gehandelt.

 

Etwas weniger abhängig von der Krypto-Entwicklung und dennoch erfolgreich sieht es bei MicroStrategy aus: Die Firma bietet Lösungen für Business-Intelligence und Online Analytical Processing und positioniert sich als prominenter Vertreter von Bitcoin im Sinne eines Wertspeichers. 2020 wurde über eine Milliarde Dollar Kapital in die bekannteste Kryptowährung investiert, zusätzlich betreiben sie eine eigene Informationsseite zum Thema Bitcoin (microstrategy.com). Zwar hat diese Aktie nach einer Kursexplosion deutlich Federn lassen müssen seit Jahresbeginn, der Verlust im letzten Monat summierte sich aber “nur” auf knapp 8 %, und das Kerngeschäft dürfte sich vollkommen unabhängig von der Technologie weiterentwickeln.

 

Ähnlich sieht es bei Tesla aus, wo der Hype um die Aktie mit Elon Musks publicity-trächtigen Krypto-Käufen noch weiter befeuert wurde. Auch als Zahlungsmittel hat man Bitcoin akzeptiert, bis Mitte Mai plötzlich verkündet wurde, dass man dies wegen der Klimafolgen des Minings wieder einstelle. Die Tatsache, dass Tesla im ersten Quartal bereits 100 Millionen USD Gewinn mit Bitcoin-Verkäufen realisiert hat, spricht ebenfalls eher gegen eine Aktieninvestition als Krypto-Alternative, zumal die Volatilität des Wertpapiers aus anderen Gründen bereits enorm ist.

 

Ich persönlich finde es spannend, dass unter den Top 19 auch Finanzdienstleister zu finden sind, deren Kerngeschäft eine deutlich längere Tradition als Kryptowährungen hat. Die bekannten Dickschiffe Visa, Mastercard, JPMorgan Chase und PayPal zeigen sich offen für neue Technologie, indem sie Zahlungen mit und/oder Investitionen in Kryptowährungen in ihr Portfolio aufgenommen haben. Der aktuelle Börsen-Liebling Square setzt im doppelten Sinne auf Bitcoin: Er ermöglicht Kunden den Krypto-Handel und hat selbst eigenes Geld in Bitcoin angelegt. Facebook geht noch einen Schritt weiter und hat mit Diem (früher Libra) für 2021 gar den Launch eines eigenen Coins angekündigt. Hiermit zeigen sie erneut ihre Anpassungsfähigkeit und greifen nach der nächsten Chance, aus ihren Milliarden Nutzern weltweit Kapital zu schlagen.

 

Mit weniger Masse, dafür mit Macht in der Nische, möchte ich mit Coinbase noch einen letzten Wert hervorheben. Die Krypto-Börse hat gerade erst den eigenen IPO hinter sich gebracht, gilt aufgrund ihrer hohen globalen Präsenz und den attraktiven Margen als sehr wahrscheinlicher Langfrist-Player im Krypto-Markt. Auch hier ist naturgemäß eine hohe Korrelation mit den Kursen der großen Kryptowährungen zu erwarten.

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Wenn du dir die Plattform genauer anschauen möchtest, nutze auch gerne meinen Empfehlungslink* – dann gibt es 8 Euro in Bitcoin geschenkt, sobald du für 82 Euro Kryptowährungen gehandelt hast.

 

 

12 weitere Werte, die als Krypto-Alternative funktionieren könnten

Es würde den Artikel sprengen, hier alle Unternehmen im Detail vorzustellen. Dennoch möchte ich dir einen kurzen Einblick in die weiteren Aktien in den Top 19 geben:

  • Silvergate Capital: Ursprünglich Anbieter von Industriekrediten, der seit 2013 auf die digitale Währungsindustrie als Kunden für Finanzinfrastruktur und Services setzt. Etabliert mit dem Silvergate Exchange Network ein Zahlungssystem für digitale Währungen, das digitale Währungsbörsen mit institutionellen Anlegern in Echtzeit verbindet.
  • Overstock: Großer US-Onlinehändler für alles von Möbeln bis Kosmetik, der schon seit 2014 Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert, eine Investment-Tochter für Blockchain-Unternehmen hält sowie mit tZero eine alternative Handelsplattform für Kryptowährungen betreibt.
  • NVIDIA: Global führendes Halbleiterunternehmen – schau dir hierzu gerne auch meine Halbleiter-Aktien Datenbank an. Die Grafikkarten ermöglichen es, durch Validierung von Transaktionen Coins zu verdienen.
  • InvestView: Amerikanischer Anbieter von Finanzprodukten und -dienstleistungen rund um Finanzwissen, das in seiner Mission “commitment to blockchain technology” propagiert.
  • Ideanomics: Etwas undurchsichtiger Fintech und E-Mobility-Anbieter, der ursprünglich als China Broadbank firmierte und heute in New York sitzt. Spricht viel über Blockchain und hält angeblich selbst einige Kryptowährungen, wechselt aber regelmäßig die Strategie.
  • Bank of New York Mellon: Traditionsreiche US-Großbank, die sowohl Fonds mit Blockchain-Bezug anbietet als auch gerade in das Startup Fireblocks investiert hat, eine Plattform für die Verwahrung von Kryptowährungen.
  • Broadridge Financial Solutions: Seit 2007 als Fintech für Kommunikations-, Technologie-, Daten- und Analyselösungen aktiv, insbesondere in der Finanzindustrie. Betreiben eine selbst akquirierte Blockchain-Plattform und promoten die Technologie stark.
  • IBM: Früher Hardware-Gigant, heute vor allem Beratung und Service-Leistungen im IT-Umfeld. Der eigene Bereich Blockchain-Services unterstützt Kunden dabei, Business Blockchains aufzubauen. Ende 2020 hat Benedikt von DividendeOhneEnde das Unternehmen in einem Gastartikel bei mir genauer vorgestellt. Hier findest du den Artikel, und nachfolgend das zugehörige Video:

 

 

Natürlich gibt es global betrachtet noch einige spannende Unternehmen mehr, deren Aktien mit der Ausbreitung der Blockchain-Technologie und dem Einsatz von Kryptowährungen positiv korrelieren. Ein Bitcoin Mining Unternehmen, das durch die Nutzung von Energie aus Wasserkraft besonders nachhaltig auftritt, ist beispielsweise die kanadische Firma Bitfarms.

 

Große Player, die nicht zu vernachlässigen sind, sind Microsoft (ermöglicht unter anderem die Nutzung von Blockchains über seine Cloud) und AMD (wie für NVIDIA: auch hierzu mehr in meiner Halbleiter-Aktien Datenbank).

 

Und wer ein bisschen Heimat im Depot mag: Die in NRW ansässige Bitcoin Group betreibt mit Bitcoin Deutschland eine Handelsplattform für Kryptowährungen und investiert darüber hinaus vielfältig in Unternehmen mit Krypto-Bezug. Für den Fall, dass du die bekannteste Krypto-Börse in Deutschland ausprobieren möchtest, habe ich hier meinen Empfehlungslink für dich: bitcoin.de*

 

 

Fazit: Attraktive Aktien werden durch Kryptowährungen noch interessanter

Sind Aktien also eine lohnende Investment-Idee, um vom Krypto-Boom zu profitieren? Ich finde schon. Einige der hier aufgeführten Unternehmen habe ich bereits selbst im Depot. Die Preisentwicklung dürfte im Fall eines weiteren Booms von Kryptowährungen zwar mit Abschlägen auf diese verlaufen, dafür haben gerade die Firmen mit nur indirektem oder teilweisem Blockchain-Bezug auch Potenzial, das davon unabhängig auf eine langfristig positive Wertentwicklung hoffen lässt.

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Mit Blick auf die extremen Marktbewegungen lohnt sich an einigen Stellen vielleicht ein Sparplan (Aktiensparpläne werden immer populärer – schau dir auf dem Weg zum idealen Depot auch gerne meinen aktuellen Neobroker-Vergleich an), um das Anlagerisiko zu reduzieren. Genauso könnte es aber sinnvoll sein, den derzeitigen Dip in den Kursen zu nutzen, um einen Grundstock an Aktien im Blockchain-Umfeld aufzubauen. Hier musst du für dich schauen, was zu deiner Anlagestrategie und deinem bestehenden Depot am besten passt.

 

 

Natürlich heißt das nicht, dass du nicht gleichzeitig auch direkt in Kryptowährungen investieren kannst, ich mache das schließlich genauso. Oben hatte ich bereits Coinbase und Bitcoin.de erwähnt, in Deutschland sehr beliebt und einfach zu nutzen ist außerdem die Bison-App der Börse Stuttgart*. Auch hierfür habe ich natürlich einen Link parat, der dir bei 50 Euro Krypto-Investition nochmal 10 Euro in Bitcoin zusätzlich beschert.

 

Wenn du kein extra Krypto-Konto eröffnen möchtest, lässt sich auch über die Vivid-Karte* kleinteilig in Kryptowährungen investieren (hier gibt es bei Neueröffnung gerade satte 40 Euro Guthaben, sobald du 20 Euro mit der Karte bezahlt hast!). Und nicht zu vergessen: Seit Mai sind auch bei Trade Republic* für 1 Euro Ordergebühr erste Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Bitcoin Cash handelbar.

 

Wenn dich dieser Artikel zu einem Investment in Blockchain- oder Krypto-Aktien ermutigt hat, wenn du zu einem der genannten Unternehmen gerne mehr erfahren möchtest oder das Ganze kritisch siehst, lass mir doch gerne einen Kommentar da.

 

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Titelbild: © pixabay.com © Rilsonav  (CC0 Creative Commons; bearbeitet von V.  Willkomm)


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