Wie baut man ein Netzwerk auf? Teil 2

Bevor ich mit dem zweiten Teil meiner Serie zum Thema Netzwerk beginne, möchte ich mich bei allen bedanken, die den ersten Teil bewertet haben. In diesem Beitrag stelle ich Euch zwei wichtige Bausteine vor, wie ich mein berufliches Netzwerk aufgebaut habe.

Ein berufiches Netzwerk ist sehr wichtig. Es kann einem dabei helfen, Probleme wesentlich leichter oder schneller zu meistern. Diese Reihe soll aus kurzen knackigen Erfahrungsberichten ohne langem Geschwafel bestehen. Hervorheben möchte ich dabei, was ich vielleicht anders mache als andere.

Wie beim ersten Teil bitte Euch diesmal schon am Anfang des Artikels, diesen zu bewerten. Egal ob positiv oder negativ, da es mir dabei hilft, herauszufinden, was Euch interessiert.

So – genug des Vorworts und viel Spaß beim Lesen!

Wieso ist ein berufliches Netzwerk wichtig?

Als erstes muss man hier daran denken, dass man durch das richtige Netzwerk einfach einen gut bezahlten Job bekommt. Aus meiner Sicht ist das aber ein absolut falscher Gedanke, der sogar karriereschädlich sein kann. Menschen merken relativ schnell, ob du für einen Job geeignet bist oder nicht. Des Weiteren will niemand am Ende derjenige sein, der jemanden unqualifizierten für eine verantwortungsvolle Stelle vorgeschlagen hat.

Der Vorteil, den ich in meinem beruflichen Netzwerk sehe, ist, dass es mir dabei hilft meinen aktuellen Job überdurchschnittlich zu erledigen. Wenn ich ein Problem habe, fällt mir innerhalb kürzester Zeit ein Kollege ein, der schon mal eine ähnliche Situation hatte und helfen kann. Ich rede hierbei von wirklichen Problemen, wie z.B. Budgetkürzungen und dem Auftreten von großen Projektrisiken oder juristischen Problemen.

Es ist aus meiner Sicht eine Kunst ein berufliches Netzwerk zu haben, was fast alle Probleme lösen kann, dieses aber nur so selten nutzen zu müssen, dass man selber einen guten Ruf behält.

Wie man ein solches Netzwerk aufbaut, werde ich in zwei Kapiteln untergliedern. Im ersten geht es um Kollegen, welche keine Führungsposition bekleiden. Im zweiten darum, wie ich ein Netzwerk zu verschiedenen Abteilungs- und Bereichsleitern aufgebaut habe.

Hier geht zu dem Beitrag, wie ich mein Netzwerk zu Handwerkern aufgebaut habe: Wie baut man ein Netzwerk auf? Teil 1

Wie baut man ein Netzwerk unter Kollegen auf?

Jeder kennt sicherlich mindestens einen Kollegen, von dem er gar nichts hält. Sie fallen meist dadurch auf, dass sie keine Lernkurve besitzen. Ihr überlegt euch bei jeder Frage, ob Ihr antwortet oder es nicht schneller geht wenn Ihr es selber macht. Je größer ein Unternehmen ist, umso mehr von diesen Mitarbeitern gibt es.

Warum ich dieses Kapitel so anfange? Weil Ihr nur ein gutes Netzwerk unter Kollegen aufbauen könnt, wenn Ihr niemals dieser Kollege seid.

Ich habe für die meisten Probleme sofort einen Ansprechpartner, weil ich auf meinem eigenen Gebiet gut bin. Das mag kurz arrogant klingen, aber ich sehe es eher als Stärke offen zu sagen, auf welchen Gebieten man richtig gut ist und wo man ein gesundes Halbwissen hat. Sollten in anderen Abteilungen komplexe Fragen auftreten, die mein Gebiet betreffen, werde meistens ich befragt.

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Jetzt mag man kurz denken, dass man dadurch mit Fragen überschüttet wird. In der Praxis sieht das aber anders aus. Genauso wie ich mir gut überlege “Brauche ich hier Hilfe oder kann ich das alleine?“, überlegen sich das auch meine Kollegen.

Wie baut man ein Netzwerk zu Führungskräften auf?

Ich habe dieses Kapitel mit Absicht als zweites aufgeführt. Auch hier ist es aus meiner Sicht die Basis, dass Ihr gut sein solltet in dem, was Ihr tut. Ebenfalls solltet Ihr nicht zu schüchtern sein, auch offen zu zeigen, dass Ihr sehr gute Arbeit leistet.

Zu meiner aktuellen Führungskraft habe ich ein sehr gutes berufliches Verhältnis. Bei der Leitung und Umsetzung der IT-Projekte für unsere Kunden habe ich zu 99 % freie Hand. Alle 14 Tage gebe ich ihm ein kurzes Statusupdate.

Des Weiteren habe ich mich so platziert, dass Aufträge von meiner Bereichsleiterin direkt bei mir landen. Normalerweise ist dies bei uns in der Firma unüblich und es wird das “Stille-Post-Prinzip” verfolgt. Meine Bereichsleiterin teilt Aufträge meinem Chef mit und der teilt diese mir mit. Habe ich Fragen die er nicht beantworten kann, fragt er wiederum sie und am Ende konnte es wieder bei mir an.

Durch gute Arbeit erarbeitet man sich aber auch Vertrauen. Damit meine ich, dass mein Abteilungsleiter sicher sein kann, dass vertrauliche Dinge auch wirklich vertraulich bleiben. Dass Präsentationen oder Auswertungen die ich erstelle immer einen sehr hohen Standard habe.

Das wichtigste an dieser Stelle aber ist – ich weiß wo ich keine freie Hand habe. Viele überschätzen ihren Einfluss oder ihre Autorität. Auch wenn mich meine Bereichsleiterin direkt anspricht/anschreibt, habe ich immer präsent, dass meine Antwort bei uns im Management landet. Bedeutet: bestimmte Auswertungen oder Antworten spreche ich immer vor dem Absenden mit meinem Chef durch.

Ähnlich habe ich mich gegenüber anderen Abteilungsleitern platziert. Brauchen diese Unterstützung durch mein Projektteam oder mich, kommen diese mittlerweile direkt auf mich zu. Auch hier geschehen Zusagen nie ohne, dass ich das “ok” von meinem Chef einholen. Wir sparen aber die Zeitverluste durch die “stille Post” durch eine direkte Auftragsklärung.

Fazit

Ein berufliches Netzwerk sollte nicht als Karrieresprungbrett gesehen werden. Es ist vielmehr ein Hilfsmittel um den eigenen Job noch viel besser erledigen zu können. Wenn man dadurch eine bessere Position erhält, sollte man es als Bonus ansehen. Auch sollte man sich schnell eingestehen, dass man niemals alles können kann. Durch diese Einsicht erkennt man, worin man selber gut ist. Dadurch kann man einen Mehrwert stiften bei Kollegen oder Abteilungen, welche auf genau diesem Gebiet Unterstützung brauchen. Im Gegenzug erhält man (meistens) auch die Bereitschaft, dass diese Kollegen einem bei den eigenen Problemen weiterhelfen.

Gerade wenn man sich gute Kontakte zu anderen Führungskräften aufbaut, sollte man nicht den eigenen Kompetenzkreis überschreiten. Nur weil ich mich mit vielen Führungskräften duze oder gut verstehe, bin ich selber noch lange keine Führungskraft.

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