SMART Ziele setzen: 5 Beispiele und du kannst das auch
Das Wichtigste in Kürze
  • Der Begriff „SMART“ in Verbindung mit Zielen kommt aus dem Englischen. Übersetzt bedeutet die Abkürzung, dass Ziele spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein sollten.
  • Wenn du Ziele SMART formulierst und diese auch visualisierst oder aufschreibst, erreichst du sie nachweislich besser.
  • 5 Beispiele für SMARTe Ziele im Alltag findest du in dem Artikel

Natürlich ist das keine neue Erkenntnis. Nur wirst du wahrscheinlich nicht jeden Tag daran denken: Unser Leben auf dieser Erde ist begrenzt.

Irgendwann bist du 80 und wirst die vergangenen Jahrzehnte Revue passieren lassen. Blickst du dann auf Jahre, randvoll mit Sinn und Aufgaben, die dich erfüllten? Oder siehst du nur Jahre, die sich zäh wie Kaugummi zogen? Klar, welche Antwort sich jede wünscht.

Warum landen wir trotzdem am Samstag vor dem Fernseher, anstatt den wertvollen, freien Abend mit einem guten Buch zu verbringen? Vielleicht, weil wir unsere Ziele nicht aufgeschrieben haben. Oder unsere Ziele falsch formuliert haben. Damit ist jetzt Schluss! Mit SMARTen Ziele erreichst du, was du dir vorgenommen hast.

Harvard belegt die Wirksamkeit?

Von Coaches und Motivatoren wird oft die Harvard-Studie zitiert. Leider fehlt dazu die Quelle. Trotzdem möchte ich sie hier anführen, weil sie so eine starke Aussagekraft hat. Angeblich wurden 1979 an der Harvard-Universität Absolventen befragt zu ihrer Zielsetzung über 10 Jahre. Hier die Ergebnisse:

  • 83% der Abgänger hatten keine konkreten Ziele.
  • 14% der Absolventen hatten klare Ziele für ihre Karriere, haben diese jedoch nicht schriftlich fixiert. Diese 14% der Absolventen verdienten zehn Jahre nach ihrem Abschluss im Schnitt das Dreifache der Absolventen aus Gruppe 1, die keine festen Ziele hatten.
  • Lediglich 3% der Absolventen hatten klare Ziele für ihre Karriere und haben diese auch schriftlich fixiert. Diese drei Prozent verdienten im Schnitt das Zehnfache der Absolventen aus Gruppe 1, die keine festen Ziele hatten.

Nur wenige setzen sich also schriftliche Ziele. Das ist überraschend, sind die doch so effektiv!

Ein höheres Einkommen ist natürlich nur ein Aspekt von vielen. Wahrscheinlich werden die Absolventen mit klarer, schriftlicher Zielsetzung nach der SMART Methode auch ein selbstbestimmteres Leben führen können.

Wann ist ein Ziel SMART?

SMART ist eine Abkürzung aus dem Englischen. Übersetzt bedeuten die Buchstaben:

S für spezifisch
M für messbar
A für attraktiv bzw. akzeptiert (je nachdem, ob du das Ziel für dich alleine oder mit anderen setzt)
R für realistisch und
T für terminiert

Wenn dein Ziel alle 5 Kriterien entspricht, dann ist es SMART. Seitdem ich gelesen habe, wie wirkungsvoll Ziele sind, formuliere ich meine Ziele immer SMART. So sind sie mir wirklich klar. Zusätzlich visualisiere ich mein Ziel noch mit einer Zeichnung oder einem Foto. Das kapiert dann sogar mein Unterbewusstsein. Das SMARTE Ziel befestige ich noch zu Hause an der Wand, wo ich immer mal wieder einen Blick darauf werfe. Über die Tage, Wochen und Monate passiert dann etwas ganz Zauberhaftes: ein Traum wird zum Ziel und bald zum Erreichten!

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5 Beispiele für SMARTE Ziele

Doch nun Schluss mit der grauen Theorie. Welche konkreten Beispiele gibt es für SMARTe Ziele? Dafür habe ich dir 5 Anregungen mitgebracht, die vielleicht auch dich inspirieren.

Fitter werden als SMARTes Ziel

Wahrscheinlich kennen das alle Mütter mit Kleinkindern. Es bleibt kaum Zeit, um Sport zu treiben. Andererseits kannst du dich noch gut erinnern an die Zeit, also du dich noch regelmäßig bewegt hast. Du hast dich so viel wohler in deinem Körper gefühlt. Ja, du hattest sogar bessere Laune und mehr Geduld im Alltag.

Viele Mütter nehmen sich dann vor, wieder öfter Joggen zu gehen. Aber wird das Projekt umgesetzt? Wohl kaum. Das Ziel ist einfach zu vage, es ist schon von Beginn an zum Scheitern verurteilt. Besser du formulierst es so:

„Bis Ende des Jahres werde ich 100 km joggen.“

Dieses Ziel ist spezifisch (joggen), messbar (100 km), attraktiv (bessere Figur und Laune), realistisch (1.500 km wären etwas zu viel des Guten) und terminiert (bis Ende des Jahres).

Extratipp: Benutze nicht die Worte „probiere“, „versuche“ oder „möchte“, wenn du dir dein Ziel setzt. Damit hältst du dir nur ein Hintertürchen offen.

Reisen mit SMARTen Zielen

Vielleicht bist du jetzt überrascht. Ich reise zwar gerne, doch ich organisiere nicht gerne Flüge, Hotels und Ausflüge. Das ist keine gute Idee. Zumeist bin ich mit dem Buchen viel zu spät dran und muss mehr bezahlen. Zudem ist die Auswahl an passenden Ressorts viel kleiner.

Daher habe ich mir auch das Reisen als Ziel gesetzt, aber dieses Jahr als SMARTes Ziel.

„Dieses Jahr buche ich den 14-tägigen Familienurlaub in das Sportressort bis spätestens Februar und den 4-tägigen Städtetrip nach Barcelona bis spätestens Juni.“

Mein Ziel ist spezifisch (Familienurlaub und Städtetrip), messbar (bis Februar bzw. bis Juni), attraktiv (spart Geld und erhöht die Auswahl), realistisch und terminiert (dieses Jahr).

Zugegeben: Das ist jetzt nicht mehr so spontan wie früher. Aber es erhöht die Vorfreude!

Elternzeit aufteilen als SMARTes Ziel

Wenige Eltern machen sich eingehend Gedanken darüber, wie sie die Elternzeit aufteilen wollen. Ohne viel Nachzudenken, beantragen die meisten Paare 12 Monate für die Mutter und 2 Monate für den Vater. Dabei gibt es noch so viel mehr Möglichkeiten!

Väter wollen manchmal Zeit alleine mit ihrem Kind verbringen und intensiv die gemeinsame Beziehung aufbauen. Mütter wünschen sich unter Umständen früher zurück an ihren Arbeitsplatz. Nicht für alle passt das, was die Mehrheit entscheidet.

Wenn du früh beginnst, dich mit dem Thema zu beschäftigen, wirst du wohl beizeiten die für euch beste Lösung finden. Ein SMARTes Ziel wäre:

„Bis zur zweiten Vorsorgeuntersuchung haben wir einen Plan, wie lange wir Elternzeit beantragen und in Teilzeit arbeiten. Uns ist bewusst, wie viel wir von unseren Ersparten dafür benötigen und haben alle erforderlichen Unterlagen so weit es geht ausgefüllt.

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Das Ziel ist spezifisch (Finanzen und Aufteilung der Elternzeit), messbar (erforderliche Unterlagen sind ausgefüllt), akzeptiert (beide können sich auf dieses Ziel einigen), realistisch und terminiert (bis zur zweiten Vorsorgeuntersuchung).

Eine SMARTe Altersvorsorge ist so einfach!

Puh, wer beschäftigt sich schon gern mit dem, was später ist? Andererseits möchte ich ein selbstbestimmtes Leben führen, wenn ich alt bin. Daher habe ich mir ein SMARTes Ziel für meine Altersvorsorge gesetzt. Hast du schon einen Plan, um deine Rentenlücke zu schließen? Falls nicht, dann interessiert dich vielleicht auch diese einfache Faustregel:

„Ab heute werde ich bis zur Rente 15 % meines Nettogehaltes sparen und investieren in ETFs“.

Es ist spezifisch (investieren in ETFs), messbar (15 % des Nettogehaltes ab sofort jeden Monat), attraktiv (ein sorgenfreies Leben), realistisch und terminiert (bis zur Rente).

Mit dieser einfachen Faustregel hast du eine richtig gute Vorsorge getroffen für später und wirst deine Rentenlücke schließen können.

SMART selbstständig werden

Du wolltest immer schon einmal selbstständig dein Geld verdienen? Aber dein Job als Angestellte ist auch ganz in Ordnung? Die Kollegen sind nett, die Chefin ist kein Drache und die Aufgaben sind zwar nicht prickelnd, aber hinreichend interessant?

Verstehe mich nicht falsch. Das ist ja nicht weiter schlimm. Aber wenn du deinen Traum von einem eigenen Business erreichen willst, musst du wohl trotzdem starten. Auch ohne Druck von außen. Da hilft dir vielleicht ein SMARTes Ziel:

„Bis 2027 werde ich mit meinem eigenen Online Business 50.000 Euro Umsatz pro Monat erwirtschaften und 3 Mitarbeiter einstellen“.

Das Ziel ist SMART, denn es ist spezifisch (Online Business), messbar (50.000 Euro pro Monat und 3 Mitarbeiter), attraktiv (selbstbestimmter arbeiten), realistisch und terminiert (bis 2027).

Manche werden einwenden, dass dieses Ziel ja nur Umsatz beinhaltet und nicht den „Purpose“ oder das „Warum“ eines Unternehmens definiert. Unternehmen und Marken sind nur dann langfristig erfolgreich, wenn sie für sich beantworten können, warum sie existieren. Und das „Warum“ ist nicht nur: „Geld verdienen“. Menschen leben ja auch nicht nur, um zu essen.

Da hast du bestimmt recht. Das SMARTe Ziel hier ist nur eine Erfolgsmessung, die du dann auf jährliche und quartalsweise Ziele herunterbrechen kannst.

SMARTe Ziele überall?

Nicht für alle Bereiche meines Lebens nutze ich SMARTe Ziele. An manchen Tätigkeiten erfreue ich mich, ohne sie als Ziel zu sehen. Vielleicht würde es mir den Spaß sogar nehmen, wenn ich hier ein Ziel draufpacke.

Ich liebe es beispielsweise, Rennrad zu fahren. Ein bis zweimal die Woche bei schönem Wetter setze ich mich auf den Sattel. Würde ich mir vornehmen, bis Ende des Sommers einen Radmarathon zu absolvieren, verleidete mir das den ganzen Spaß. Ich müsste bei Regen fahren. Oder, wenn ich gerade keine Lust darauf habe. Diese Hobbys werden bei mir wohl auch weiterhin nicht SMART sein.

Wie ist das bei dir? Welche Ziele hast du dir gesetzt? Und sind die alle SMART? Schreibe es mir in die Kommentare. Darüber freue ich mich sehr.

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